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Hinzuverdienst nach und vor Erreichen der Regelaltersgrenze: Was muss man beachten?

Nach Erreichen der Altersgrenze muss man eigentlich nicht mehr arbeiten: der Gehalt soll nun durch die Rente ohne Hinzuverdienst ersetzt werden. Doch für viele Rentner ist dieses Modell unerreichbar: die Rente ist viel zu niedrig, um davon ein einigermaßen anständiges Lebensniveau erhalten zu können. Deswegen bleiben viele ältere Menschen auch in der Rente berufstätig. Viele haben dabei eine andere Motivation: sie arbeiten weiter, weil ihnen der Beruf gefällt und weil ihre Berufstätigkeit ihnen hilft, sich fit zu fühlen.

Allerdings ist es wichtig zu klären, welche Auswirkungen hat es auf die Rente, wenn man nebenbei noch Hinzuverdienst hat, und ob man dabei auch die Sozialbeiträge weiter zahlen muss.

Die einfachste Variante sieht so aus: man Arbeitet bis zur Regelaltersgrenze, danach geht man in die Rente. Wer nach Erreichen der Altersgrenze arbeitet, bekommt die Rente in voller Größe und zusätzlich noch den Gehalt von der Arbeit. Der Hinzuverdienst muss allerdings bei der Rentenversicherung angemeldet werden. Außerdem muss man folgendes beachten: die Summe, die sich aus Rente und Hinzuverdienst bildet, wird von dem Finanzamt versteuert. Marina Herbrich, Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater, meint, auch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung müssen bezahlt werden. Die Beiträge in die Rentenversicherung müssen nicht gezahlt werden, da der Versicherte sowieso schon ein Rentner ist. Auch die Zahlung in die Arbeitslosenversicherung entfällt.

Wenn man eine vorgezogene Rente bekommt, hängt die Höhe der Rente vom Verdienst ab

Um eine vorgezogene Rente in voller Größe zu bekommen, darf man bis maximal 450 Euro im Monat neben der Rente verdienen. Ansonsten kann es zur Kürzung der Rente führen, bis zum kompletten Einstellung der Zahlung. Dabei muss man die Größe des Bruttoeinkommens betrachten. Zum Beispiel, ein Rentner, der während seines Berufslebens ein Durchschnittsgehalt bekommen hat, und jetzt 1132,95 Euro neben der Rente hinzuverdient, bekommt nur eine Teilrente in Höhe von zwei Dritteln seiner vollen Rente. Die weiteren Stufen sind die Hälfte, ein Drittel und null. Nach Erreichen der Regelaltersgrenze werden diese Reduzierungen jedoch aufgehoben.

Wer mehr als 450 Euro pro Monat verdient, muss die Sozialversicherungsbeiträge zahlen.

Bei Frührenten wegen Erwerbsminderung gelten ähnliche Regelungen wie bei den Altersrenten, jedoch die Hinzuverdienstgrenzen unterscheiden sich und es gelten andere Einteilungen in Stufen.

Eine Beratung zum Hinzuverdienst ist äußerst nötig

Die Rentenversicherung empfiehlt allen, sich in Fragen bezüglich der Rentenversicherung immer beraten zu lassen. Besonders wichtig ist es für die Rentner, die neben der Rente noch Hinzuverdienst haben wollen.

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