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Seit der Rechnungszins auf Lebensversicherungen auf ein historisches Tief von 1,25% gefallen ist, sind Leibrenten eigentlich nur noch etwas für Liebhaber oder Menschen, denen es bei Kapitalanlagen mehr um Sicherheit und Bequemlichkeit geht, wie um die Finanzierung Ihres Lebensabends. Wer jedoch auf regelmäßige Einkünfte aus seinem Vermögen angewiesen ist, um einen vernünftigen Lebensstandard halten zu können, sucht nach einer Alternative zur Rentenversicherung.

Bequemlichkeit und Tradition haben ihren Preis

Zugegen, eine klassische Rentenversicherung hat etwas Reizvolles. Man schließt sie einmal ab und muss sich danach um nichts mehr kümmern. Der monatliche Zahlungseingang kommt sicher und in aller Regel auch pünktlich. Das einzige was in den letzten Jahren negativ aufgefallen ist, sind die gefallenen Überschüsse, welche anders als in vielen Jahrzehnten zuvor, auch zu einer Senkung der Überschussrenten geführt hat. Weniger Rente? Sicherheit sieht anders aus.

Inzwischen gibt es aber bei neu abgeschlossenen Rentenversicherungen kaum mehr Überschüsse. Und der Zins ist auch am Boden. Das führt dazu, dass Leibrenten für Männer schon seit der Einführung der Unisex-Tarif unattraktiv geworden, inzwischen auch für Frauen kein Muss mehr sind. Doch welche Alternative zur Rentenversicherung steht den Interessenten offen?

Der Bedarf ist da, daran besteht kein Zweifel. Nur wie soll die Einkommenslücke im Alter geschlossen werden? Aus meiner Sicht gibt es eine Alternative zur Rentenversicherung. Sogar zwei. Beide waren schon vor dem Fall des Garantiezinses aus meiner Sicht eigentlich die bessere Form der Einkommensabsicherung, doch sind die meisten Menschen auf das Bekannte, das gut eingeführte, das scheinbar Sichere fixiert gewesen. Vielleicht hilft der Anlagenotstand nun auch den konservativen Anlegern sich etwas zu bewegen.

1. Alternative zur Rentenversicherung

Die erste Alternative zur Rentenversicherung ist eigentlich keine Alternative, sondern eine andere Form. Es handelt sich hierbei um sogenannte Variable Annuities, dem angelsächsischen Pendant der deutschen Rentenversicherung. Der Unterschied zwischen den beiden Modellen ist allerdings nicht unbedeutend: Variable Annuities behandeln Ihr Kapital nicht als Versicherung, sondern als Vermögensanlage, welche möglichst ertragreich bewirtschaftet werden muss. Das führt dazu, dass diese Versicherungen auch in schwierigen Zeiten richtig gute Gewinne machen, während ihre konservativen deutschen Schwestern vor lauter Sicherheit ums sprichwörtliche Überleben kämpfen. Für die Anleger ist diese Entwicklung übrigens nicht nur in Bezug auf die Rendite gut. Variable Annuities sind deutlich flexibler und passen sich besser Ihrem Leben an. Und sicher sind sie auch. Allerdings nur in Teilbereichen – nämlich denen, die Ihnen wichtig sind.

Variable Annuietes sind nämlich Vermögensanlagen mit aufgeschnalltem Versicherungsschutz. Diese Ergänzung kann bedarfsgerecht gewählt werden. Wenn Sie sich also gegen die finanziellen Folgen eines langen Lebens schützen wollen, dann versichern Sie sich dagegen mit einer Garantierente. Dann kann Ihre monatliche Auszahlung – die übrigens in der Regel deutlich höher ist als eine Deutsche – niemals fallen. Steigen aber sehr wohl, denn das ist ja der Sinn einer Vermögensverwaltung! Wenn Sie mehr über die Garantierente als Alternative zur Rentenversicherung erfahren möchten, dann besuchen Sie doch einfach diese Seite: Alternative zur Rentenversicherung.

2. Alternative zur Rentenversicherung

Die zweite Alternative zur Rentenversicherung ist keine Versicherung, sondern ein Auszahlungsplan. Mit der richtigen Vermögensanlage im Hintergrund, ist ihre monatliche Rente oft höher als bei einer lebenslangen Rentenversicherung. Allerdings ohne Kapitalverzehr!

Tatsächlich ist bei einer Rentenversicherung nur schwer zu erkennen, woraus die Rendite besteht, denn das meiste Geld, das monatlich auf Ihrem Konto landet, ist doch eigentlich Ihr einbezahltes Kapital… Eine Rendite springt eigentlich erst raus, wenn Sie älter als der Durchschnitt der Deutschen werden. Mit anderen Worten: für die Hälfte der Versicherten gibt es gar keine Rendite. Für sie ist die Rentenversicherung ein Verlustgeschäft.

Bei einem Auszahlungsplan könnten Sie ihr Kapital eigentlich erhalten und nur von den Zinsen leben. In den allermeisten Fällen wird das aber nicht reichen, denn die Rentenlücken werden immer grösser. Deshalb ist ein klug dosierter Kapitalverzehr in Kombination mit einer ertragsreichen Anlage wohl angezeigt. Damit können Sie Ihr verfügbares Einkommen im Alter – im Vergleich zur Leibrente – deutlich steigern, erhöhen Ihre Flexibilität (Weil Ihnen Ihr Kapital jederzeit zur Verfüngung steht) und haben die Chance auf einen echten Wertzuwachs. So was nenne ich eine echte Alternative zur Rentenversicherung. Sie wollen mehr zum Thema Auszahlungsplan erfahren? Dann besuchen Sie diese Seite: Auszahlungsplan.

Daniel S. Batt

Finanzplaner (FH)