Lebensversicherung versteuern: Mit wieviel Steuer muss ich rechnen?

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Lebensversicherung versteuern: Mit wieviel Steuer muss ich rechnen?

Wie man eine Lebensversicherung versteuern muss hängt von dem Datum des Vertragsabschlusses ab. Wurde der Vertrag vor dem 1. Januar 2005 abgeschlossen, so wird man unter Erfüllung bestimmten Voraussetzungen keine Steuer zahlen. Diese sind:

  • Die Auszahlung des Betrages der Ablaufleistung erfolgt vollständig und auf einmal.
  • Die Police wurde bis zum 31. Dezember 2004 ausgestellt.
  • Die erste Zahlung an die Lebensversicherung wurde bis zum 31. März gemacht.
  • Laufzeit des Vertrages beträgt mindestens zwölf Jahren.
  • Die Beiträge müssen mindestens fünf Jahre gezahlt werden. Das bedeutet, dass wer eine Versicherung mit zwölf Jahren Laufzeit hat, darf maximal sieben Jahre beitragsfrei stellen.

Wenn man die Ablaufleistung als monatliche Rente (sogenannte Leibrente) bekommt, muss der Ertragsanteil versteuert werden. Die Höhe des steuerpflichtigen Ertragsanteils hängt von dem Alter ab, mit dem man sich die Kapitallebensversicherung auszahlen lässt. Je früher man in die Rente geht, desto höherer Teil der Lebensversicherung wird versteuert.

Lebensversicherung versteuern: Abschluss nach dem 31. Dezember 2004

Die Kapitallebensversicherungen die nach dem 31 Dezember 2004 abgeschlossen waren, werden gemäß dem Alterseinkünftsgesetz versteuert. Generell sind die Erträge der Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht oder fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherungen voll steuerpflichtig.

Unter Umständen muss man nur die Hälfte der Lebensversicherung versteuern. Das gilt, wenn:

  • Die Auszahlung der Ablaufleistung in einem Betrag erfolgt.
  • Die Mindestlaufzeit des Vertrages zwölf Jahre beträgt.
  • Der Versicherte mindestens 60 Jahre alt ist (ab dem Jahr 2012 muss man mindestens 62 Jahre alt sein).
  • Der Todesfallschutz muss mindestens 50 Prozent der Beitragssumme betragen.

Für die Versicherungsverträge, die nach dem 31.März 2009 abgeschlossen wurden, gilt die sogenannte 50-prozent-Regel. Das heißt, unter anderem, dass die Risikoleistung sich zum Ende der Gültigkeit des Vertrags auf mindestens 50 Prozent der für die gesamte Laufzeit zu zahlenden Beträge summieren muss.

Durch Wechsel des Versicherungsnehmers kann man auch Steuer sparen

Wer die Versicherung nach dem 31. Dezember 2004 abgeschlossen hat, kann unter Umständen durch Wechsel des Versicherten Einkommensteuer sparen. So können die Eltern den Vertrag auf ein Kind übertragen. Oder das Kind überträgt den Vertrag auf die Eltern. Das kann sich steuerlich gut lohnen, wenn das Kind zum Beispiel ein Student ist. Solange der Sohn oder die Tochter kein Einkommen haben, oder deutlich weniger als die Eltern verdienen, kann die Familie dadurch Steuers Sparen.

Weitere Informationen rund um das Thema „Lebensversicherung versteuern“ finden Sie hier.

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