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Rente in Rheinland-Pfalz: Wie lässt sich die Altersarmut vermeiden?

Das Thema der Rente in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland lässt viele Fragen offen. Fallen heutige Berufseinsteiger im Rentenalter in Altersarmut? Vor welchen Herausforderungen steht die Rentenversicherung in Rheinland-Pfalz? Müssen wir bis 70 im Beruf bleiben? Diese und andere brennenden Fragen hat die rheinland-pfälzische Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Interview mit Redakteur von volksfreund.de Bernd Wientjes beantwortet.

Arbeitslosigkeit und Niedriglohn seien die wichtigsten Ursachen der Altersarmut und der niedrigen Rente in Rheinland-Pfalz. Nur ein existenzsicherndes Einkommen lasse die Armut vermeiden, behauptete die Frau Bätzing-Lichtenthäler. Bei Alleinerziehenden trete Einkommensarmut besonders oft auf. Um die zu vermeiden, soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kontinuierlich verbessert werden. Auch ein durchdachtes betriebliches Gesundheitsmanagement sei sehr wichtig, damit die Arbeitnehmer länger im Beruf bleiben können.

Die gesetzliche Rente in Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland wird durch sogenannten Generationenvertrag finanziert. Deswegen sei es wichtig, dass die aktive Generation möglichst viel verdient und dementsprechend mehr Beiträge in die Rentenversicherung zahlt. Davon profitiere sowie einzelne Person, als auch die Rentenversicherung in Rheinland-Pfalz insgesamt, denn so bekommt sie die nötigen Mittel, um die heutige Rente in Rheinland-Pfalz zu zahlen. Dafür sei es außerdem wichtig, die Arbeitslosigkeit zu verringern, vor allem bei den Langzeitarbeitslosen und bei den gesundheitlich eingeschränkten Personen.

Die Rente mit 70 gehört nicht auf die politische Tagesordnung

Zum Thema Rente mit 70 behauptete die Arbeitsministerin, dass dies für alle möglich sei, die bis zum 70. Geburtstag im Beruf bleiben können und wollen. Sie nennte solche Vorteile der verlängerter  Arbeitszeit wie die Sicherung von Expertenwissen für Unternehmen und ein Mehr an Einkommen, Rente und Wertschätzung für die einzelnen Personen. Allerdings sei es heute noch zu früh, schon über die Rente mit 70 große Gedanken zu machen, denn sogar die Rente mit 67 wird erst ab dem Jahr 2030 eingeführt.

Zusatzvorsorge mit gesetzlicher Rentenversicherung kombinieren und die ausreichende Rente sichern

Die Wege zum auskömmlichen Rentenniveau sieht Sabine Bätzing-Lichtenthäler in der Frage des richtigen Rentenniveaus, in der gezielten Bekämpfung von Einkommensrisiken am Arbeitsmarkt – und in der Zusatzvorsorge und ihrem Zusammenspiel mit der gesetzlichen Rente in Rheinland-Pfalz. Der Staat soll aber dafür sorgen, dass auch die einkommensschwache Menschen und Familien sich die Riester-Rente leisten können. Doch auch die Menschen, die ihre Eigenbeiträge für die Riester-Rente aufbringen, können häufig nicht damit rechnen, dass sie zusammen mit der gesetzlichen Rente in Rheinland-Pfalz auf dem gewünschten Lebensniveau bleiben.

Damit auch die Geringverdiener nicht in die Altersarmut fallen, soll die Rente in Rheinland-Pfalz auf möglichst hohem Niveau stabilisiert werden. Das Thema der ergänzenden Altersvorsorge bleibt weiterhin aktuell. Deswegen sei es wichtig, die Lebensumstände der Geringverdiener zu berücksichtigen, indem der Mindestlohn erhöht werden soll. Auch an die betriebliche Altersvorsorge soll gedacht werden. Jetzt ist diese Altersversorgung in kleinen und mittleren Betrieben nur unterdurchschnittlich verbreitet.

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