Was verbirgt die Renteninformation

Home / Allgemein / Was verbirgt die Renteninformation

Was verbirgt die Renteninformation

Jedes Jahr bekommen die Versicherten, vorausgesetzt sie sind über 27 Jahre alt und haben bereits mindestens fünf Jahre Beiträge geleistet, einen Brief von der deutschen Rentenversicherung. Darin befindet sich die sogenannte Renteninformation. Diese gibt einen Überblick über die mutmaßliche Rente des Anspruchsberechtigten bei Rentenantritt.

Wie viel diese Rente dereinst einmal wert sein wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Einer dieser Faktoren ist zum Beispiel die zukünftige Geldentwertung.

Was kann man aber tatsächlich von der jährlichen Renteninformation der gesetzlichen Rentenversicherung erwarten?

Wer die Renteninformation aufmerksam liest, kann durchaus wichtige Informationen herauslesen. Dazu bedarf es jedoch einige Grundkenntnisse der gesetzlichen Rentenversicherung.

Die in dem Schreiben mit der Renteninformation enthaltene Wahrheit ist bitter und wirkt ernüchternd. So wird der Versicherte gleich zu Anfang gewarnt, dass es bei den auszuzahlenden Renten lediglich um Bruttobeträge geht. Denn diese reduzieren sich noch um das Kranken- und Pflegeversicherungsgeld. Zudem sind eventuell noch Steuern zu bezahlen.

Diejenigen, die bei einer Krankenkasse ihr ganzes Berufsleben pflichtversichert waren, bekommen von der Rentenversicherung einen Zuschuss von 50 Prozent des Beitrags für die gesetzliche Krankenversicherung. Die zweite Hälfte zuzüglich des kassenabhängigen Zusatzbeitrages muss von dem Rentner gestemmt werden. Zum Beispiel, wer 2000 Euro brutto als Rente bekommt, zahlt dafür 7,3 Prozent (die Hälfte von 14,6 Prozent) und noch den Zusatzbetrag (bis zu 1,9) ab. Dazu kommt noch der volle Pflegeversicherungsbeitrag (2,35 Prozent). Das macht 193 Euro plus noch ein kleines Zusatzbeitrag.

Des Weiteren wird in der Renteninformation darauf hingewiesen, dass bei der ergänzenden Altersvorsorge unbedingt noch der Kaufkraftverlust zu beachten ist. Nicht alle Versicherten machen sich darüber Gedanken, dass die Kaufkraft der Altersvorsorge mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten sinkt. Doch im Vergangenen Jahrzehnt kam dies recht oft vor: Nach Angaben der Bundesregierung stiegen von 2001 bis 2010 die Preise  um 1,36 Prozent im Durchschnitt. Die Altersbezüge wurden in diesem Zeitraum um 0,83 Prozent erhöht. Nach dem Abzug der Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung betrug das Plus bloß 0,56 Prozent jährlich. Der eigentliche Wert der Renten sei in diesem Zeitraum um sieben Prozent gesunken, berichten die Linken. Heute sieht die Situation anders aus: Die Inflationsrate ist niedrig, im Juli betrug die jährliche Teuerung 0,4 Prozent. Die Renten sind wiederum gestiegen. Alles in allem ist das Altersgeld so stark gestiegen wie seit langer Zeit nicht mehr.

 

Mehr zum Thema Renteninformation finden Sie hier.

Related Posts

Leave a Comment

Ausgewogene Anleger investieren mit Sicherheit2 bild Yuriy Borysenko Lebensversicherung versteuern