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Schwerhörigkeit älterer Menschen als Ursache für Altersdepression

Schwerhörigkeit besser Hören im Alter Hörhilfen Hörgeräte

 

Die Schwerhörigkeit älterer Menschen ist eine Krankheit, welche das Potenzial hat, sich von der Gehörzentrale auf andere Körperteile auszubreiten.

Die Folgekrankheiten einer Schwerhörigkeit breiten sich langsam aus. Es kann viele Jahre dauern, bis sie an einem völlig anderen Ort mit gänzlich anderen Symptomen auftauchen. Die Folgekrankheiten von Schwerhörigkeit älterer Menschen sind bekannt unter den Namen Demenz und Depression.

Tatsächlich für die Schwerhörigkeit älterer Menschen dazu, dass sich viele der Betroffenen mehr und mehr von ihrem sozialen Umfeld abwenden. Nicht bewusst, sondern als Folge dessen, dass das abnehmende Hörvermögen überspielt und verleugnet wird. Aber beginnen wir von vorne.

Altersdepression als Folge der Schwerhörigkeit älterer Menschen

Natürlich ist die Schwerhörigkeit älterer Menschen nicht die Hauptursache dafür, dass Altersdepression die häufigste psychische Erkrankung darstellt. Aber es ist mit Sicherheit ein wesentlicher Faktor und vor allem einer, den man ohne Risiko und negative Nebenwirkungen eliminieren könnte. Und es braucht dazu nicht einmal ein Zaubermittel.

Das Einzige was es dazu braucht, ist der Wille zu seiner Schwäche zu stehen und die entsprechende Maßnahme: Ein Gang zum Hörakustiker.

Es mag für viele Menschen ein Tabubruch darstellen, die eigene körperliche Schwäche offen zur Schau zu stellen. Doch der Preis für die weitgehende Wiederherstellung der Hörfähigkeit ist vermutlich deutlich kleiner, als die „Nebenkosten“ einer Verschleierung. Kaum ein Betroffener berichtet davon, dass er oder sie unter den Folgen dieses Imageschadens leiden muss. Die meisten erfreuen sich vielmehr davon, wieder ein vollwertiges Teil des Ganzen zu sein. Mit dabei, statt nur mittendrin.

Ein Hörgerät ist eine kleine, kaum sichtbare Krücke, welches den sozialen Austausch mit seiner Umgebung fördert. Es erlaubt Teilhabe. Es bringt wieder mehr Spaß und Lebensfreude ins Leben. Das ist meist nicht nur für die betroffene Person ein Segen, sondern im gleichen Maße auch für deren Lebenspartner. Es gibt deshalb viele gute Gründe, den Schritt zum Hals- Nasen- Ohrenarzt zu gehen. Und bei genauerer Betrachtung nicht den Kleinsten – schließt man die Ausreden einmal aus – es nicht zu tun.

Lebenspartner leiden mit

Wenn Sie diese Argumentation für sich persönlich nicht genügt, sollten Sie einen Schritt weiterdenken. Die Schwerhörigkeit älterer Menschen hat nicht nur Einfluss auf das Leben der Betroffenen. Meist sitzt auch der Lebenspartner mit im Boot, wenn die Lust vergeht, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Weil es im Restaurant zu laut und in der Oper zu leise ist. Es sind die Lebenspartner, welche den Ausgleich schaffen müssen. Das ist eine Last und macht wenig Freude. Endet das Ganze – wie oben beschrieben – in einer Altersdepression, werden diese Partner ein weiteres Mal belastet. Sie werden so unfreiwillig zum Opfer von einer völlig fehlgeleiteten Eitelkeit.

Schwerhörigkeit oder eine verminderte Hörfähigkeit ist kein persönlicher Makel. Es ist vermutlich in vielen Fällen nicht einmal das Ergebnis einer altersbedingten Schwäche, sondern eine Zivilisationskrankheit. Denn Studien bei Naturvölkern in Sambia haben gezeigt, dass ohne Schwerhörigkeit und Alter nicht zwingend miteinander verbunden sein müssen. Denn wenn die zivilisatorischen Einflüsse wegfallen, ist ein nahezu vollständiges Hören auch im Alter von 70+ möglich.

Es gibt also viele Gründe für und keine Gründe gegen ein Hörgerät. Das Leben mit einer technischen Krücke mag vielleicht nicht perfekt sein – besser als schlechter oder schlechter zu hören ist es allemal. Also kein Grund eine Altersdepression zu begünstigen.